Mit Instandhaltung die Trinkwasserqualität erhalten

Eine hygienisch einwandfreie Trinkwasserinstallation erfordert nicht nur eine durchdachte Planung und Rohrleitungsführung, sondern auch eine kontinuierliche Instandhaltung. Ablagerungen und Verschleiß können die Wasserqualität beeinträchtigen.

Regelmäßige Wartungen und Inspektionen stellen sicher, dass alle Bauteile langfristig funktionsfähig bleiben und die mikrobiologische Sicherheit gewährleistet ist. Dabei ist zu beachten, dass der Begriff „wartungsfrei“ nicht bedeutet, dass Bauteile keiner Überprüfung unterliegen – auch solche Komponenten müssen regelmäßig inspiziert werden, um Funktionsstörungen frühzeitig zu erkennen.

Regelwerke und Normen – Was gibt es zu beachten?

Die Instandhaltung einer Trinkwasserinstallation ist durch verschiedene Regelwerke definiert, darunter:

  • DIN EN 806-5 – Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen – Teil 5: Betrieb und Wartung
  • VDI 3810 Blatt 2: Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen – Trinkwasser-Installationen – VDI 6023 Blatt 3: Hygiene in Trinkwasser-Installationen – Betrieb und Instandhaltung

Diese Normen helfen, klare Richtlinien für den Erhalt der Trinkwasserhygiene und den sicheren Betrieb der Installation zu gewährleisten. Zudem definieren sie Begrifflichkeiten zur Instandhaltung und legen fest, wann Wartungen durchgeführt werden sollten.

Stufe der Instandhaltung: Wartung

Die Instandhaltung einer Trinkwasserinstallation umfasst vier wesentliche Maßnahmen: Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung.

Unter Wartung fallen vorbeugende Maßnahmen, die Schäden und Funktionsverluste vermeiden sollen. Inspektionen sorgen dafür, dass durch regelmäßige Kontrollen alle Bauteile weiterhin die maßgeblichen Merkmale erfüllen – beispielsweise, ob ein Bauteil die korrekte Temperatur anzeigt.

Wird dabei ein Defekt oder eine Beeinträchtigung festgestellt, kann eine Instandsetzung erforderlich werden, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Darüber hinaus kann im Rahmen der Verbesserung eine gezielte Optimierung der gesamten Anlage oder Teilen davon, die Betriebssicherheit und Effizienz erheblich steigern.

Ein Beispiel hierfür ist der hydraulische Abgleich von Zirkulationsleitungen: Wird dieser nachträglich durchgeführt, verbessert er die funktionale Betriebssicherheit des Gesamtsystems nachhaltig.

Wartung kritischer Komponenten

Eine regelmäßige Wartung und Inspektion ist für die Funktionsfähigkeit und Hygiene einer Trinkwasserinstallation unerlässlich. Druckminderer und Filter spielen eine entscheidende Rolle, da sie Ablagerungen und unerwünschte Partikel zurückhalten und so die Wasserqualität sichern. Auch Ventile und Armaturen müssen genau überprüft werden, da Kalkablagerungen und andere Verunreinigungen ihre Funktion beeinträchtigen können. Verkrustungen können auch die Regelfähigkeit von Armaturen einschränken, was sich insbesondere bei Zirkulationsregulierventilen negativ auswirken kann.

Weitere Hintergründe zum Thema Trinkwasser

Übersicht: Trinkwasser-Installation

Trinkwasser-Installation

Klare Normen, innovative Technologien und nachhaltige Konzepte tragen entscheidend zur Trinkwasserhygiene bei. Erfahren Sie, welche Faktoren die Trinkwassergüte beeinflussen, welche Methoden es zur Qualitätssicherung gibt und wie sie höchste Hygienestandards umsetzen.